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Sicher online zahlen: Ist Apple Pay eine Lösung?

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Sicher online zahlen: Ist Apple Pay eine Lösung?

Mit der zunehmenden Beliebtheit von Online- Games nimmt auch das Angebot an elektronischen Transaktionsmöglichkeiten zu – sowohl was die Einzahlung wie auch die Auszahlung betrifft. Bekannte Methoden sind bisher Kreditkarten und elektronische Dienste wie Neteller, Skrill oder natürlich auch PayPal. Apple Pay hinkt in Deutschland als Zahlmittel allgemein und besonders im Bereich Internet-Glücksspiel noch immer hinterher. Doch welche Chancen bestehen für die Zukunft, besonders da das Apple eigene Zahlungssystem als weitgehend sicher gilt?

Mobile Payment

Mobile Payment – also das Bezahlen mit dem Smartphone oder gar einem Wearable wie der Apple-Watch, nimmt global zu. Besonders im asiatischen Raum ist diese Zahlungsmethode bereits stark verbreitet. In Europa zieht man langsam nach, wobei die deutschen Verbraucher eher zögerlich sind. Eine Umfrage von PwC Deutschland ergab, dass nur 25 Prozent bisher mobil bezahlen, während immerhin 57 Prozent glauben, dass sie diese Methode innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzen werden. Verbreitet ist das bequeme Zahlen per Mobiltelefon bereits bei der jüngeren Generation – 46 Prozent der unter 30-Jährigen tun dies bereits, während nur 12 Prozent der über 60-Jährigen diese Zahlungsmöglichkeit nutzen. Weiter ergab die Umfrage, dass man in Deutschland skeptischer ist als beispielsweise in Österreich, wo bereist 32 Prozent Mobile Pay nutzen, in der Schweiz sind es bereits 35 Prozent und in den Niederlanden sogar rund 50 Prozent.

(Quelle: Unsplash)

Mit der global steigenden Akzeptanz ergeben sich natürlich auch technologische Fortschritte – generell sind es in erster Linie Tech-Unternehmen als Finanzinstitutionen, die diese Entwicklung antreiben und mit ständig neuen Innovationen mehr Flexibilität wie auch Sicherheit bieten wollen. Apple bedient sich beispielsweise zwei der gängigsten Methoden – per Mobile-Wallet wie auch NFC-Technik im stationären Handel. Dabei kommuniziert ein Chip im Smartphone, der die Zahlungsinformationen besitzt, mit einem Terminal am sogenannten Point of Sale (POS). Datenschutz ist dadurch gewährleistet, dass eine virtuelle Kartennummer als Zwischeninstanz generiert wird. Diese „Device Account Number“ wird separat gespeichert und an den Terminal des Verkäufers übertragen. Für zusätzliche Sicherheit, für den Fall, dass das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, sorgen PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, sowie die Möglichkeit die Karte von einem anderen Apple-Gerät aus zu deaktivieren.

Apple Pay

Praktisch ist Apple-Pay also, weitgehend sicher ist es auch – warum wird diese Zahlmethode bisher also nur von wenigen Online-Casinos angeboten? Derzeit liegt ein Hindernis in der Tatsache, dass zwar per Apple-Pay eingezahlt, jedoch nicht ausgezahlt werden kann. Dazu müsste in diesem Fall nach wie vor eine Bankverbindung zur Überweisung angegeben werden. Viele Anbieter locken Spieler zudem mit Boni zum Spielen, die aktiviert werden, wenn ein bestimmter Betrag eingezahlt wird. Die fehlende Möglichkeit zur Auszahlung über diesen Weg, nimmt vielen Spielern jedoch den Reiz. Aufgrund dessen werden mittlerweile in manchen Casinos spezielle Boni für gestaffelte Apple-Pay Startguthaben angeboten. Skrill und Neteller erlauben bereits das Ein- wie auch Auszahlen, weshalb diese Methoden nach wie vor weiterverbreitet sind.

Ein weiterer Faktor für die noch zögerliche Übernahme von Apple-Pay bei Casinos ist, dass der Nutzer natürlich über ein entsprechendes Gerät verfügen muss – Android-Besitzer sind von dieser Zahlungsform ausgeschlossen. Dazu kommt, dass es Apple-Pay in Deutschland erst seit 2018 gibt – es handelt sich also hier um eine noch relativ neue Technologie, was Zweifel über die Sicherheit – wenngleich in diesem Fall weitgehend ungerechtfertigt – noch verstärken mag. Gleiches gilt hinsichtlich der Gebühren, wobei sich viele Konsumenten fragen mögen, wer für diese letztendlich aufkommt. Tatsächlich liegen die Kosten jedoch beim Betreiber, nicht beim Kunden – die Entscheidung Apple-Pay in sein Angebot an Zahlungsoptionen aufzunehmen, liegt demnach beim Anbieter selbst, und ist eine Kosten-Nutzen Kalkulationen auf dessen Seite. Derzeit nehmen nur wenige deutsche Finanzinstitute an Apple-Pay teil, wie beispielsweise ING, DKB, sowie Raiffeisenbanken und Volksbanken – sicherlich ein weiterer Beweggrund der Casinos der Aufnahme noch zögerlich gegenüberzustehen.

Ist also damit zu rechnen, dass sich Apple-Pay mit zunehmender Bekanntheit und Akzeptanz in Deutschland in Online-Casinos weiterverbreiten wird? Je stärker die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst und je mehr Finanzinstitute sich dem Trend anpassen, umso wahrscheinlicher wird dies. 2020 nahm die Nutzung von Apple-Pay in Deutschland allein um acht Prozent zu.

(Quelle: Unsplash)

Auch Apple selbst wird sein Angebot immer weiter ausbauen – fraglich ist hier vor allem, wann eine Auszahlung auf ein Konto oder die verlinkte Kreditkarte möglich sein könnte. Einig sind sich die Experten weitgehend, dass Apple Pay und andere Wallet-Angebote wie Google Pay, den Markt dominieren und Kreditkarten langsam ins Abseits drängen werden. Zumal auch immer mehr Verbraucher Smart-Watches besitzen, über die mit einer Bewegung aus dem Handgelenk bezahlt werden kann. Apple-Pay wird zudem mit bestimmten Treuesystemen arbeiten – das heißt, wer regelmäßig damit zahlt, kann Punkte sammeln und bestimmte Rabatte als Dankeschön erhalten – ein Feature, das besonders auch für den boomenden Casino-Markt spannend werden könnte.

Der Marktanteil von Apple Pay

Bis 2025 soll der Marktanteil von Apple-Pay weltweit auf zehn Prozent ansteigen, Anfang 2020 lag er global bereits bei fünf Prozent aller Kartenzahlungen. Besonders interessant wird dabei die neueste technologische Entwicklung in Sachen mobiler Zahlungssysteme: Bluetooth Low Energy (BLE) besitzt anders als NFC eine Reichweite von zehn Metern. Denkbar sind hier Szenarien, bei denen der Konsument beim Verlassen eines Ladens automatisch die Rechnung begleicht. Apple verwendet diese Technologie bereits in einigen Feldversuchen, und auch PayPal soll 2021 Kooperationen mit einigen Einzelhändlern eingehen, um BLE zu testen. Sollte sich dies durchsetzen, braucht der Kunde das Smartphone nicht einmal mehr hervorholen, um bezahlen zu können – was möglicherweise auch bei ambitionierten Zockern für Begeisterung sorgen mag, wenn das Spiel nicht einmal mehr unterbrochen werden muss, um eine weitere Einzahlung zu tätigen.

Bis dahin ist der Weg allerdings noch weit, wenngleich anzunehmen ist, dass die Anbieter von Online-Casinos nicht mehr lang um das Akzeptieren von Apple Pay herumkommen werden.

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