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Milliardenschwere Strafzahlung: Wieso Facebook lieber zahlt, statt klagt

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Milliardenschwere Strafzahlung: Wieso Facebook lieber zahlt, statt klagt
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Facebook könnte in den USA eine Milliardenstrafe zahlen und zwar sogar beinahe freiwillig. Die amerikanische Aufsichtsbehörde FTC ermittelt noch immer aufgrund des Datenskandals und Facebook scheut einen aufsehenerregenden Gerichtsprozess.

Es war einer der bittersten Rückschläge für Facebook: Die Analysefirma Cambridge Analytica konnte jahrelang auf persönliche Daten zahlreicher Facebook-Nutzer zurückgreifen und zwar im offensichtlichen Widerspruch zu Facebooks eigenen Nutzungsbedingungen. Eine Reihe fataler Fehleinschätzungen kombiniert mit einer gefährlichen Leichtfertigkeit hatte dazu geführt, dass die Firma aus Großbritannien mit den Daten arbeiten konnte, die sie eigentlich nicht besitzen durfte. Der Datenskandal hat nicht nur Politiker in den USA und Europa auf den Plan gebracht, die Facebookchef Zuckerberg zu diversen Gelegenheiten eingehend befragt hatten, Apfellike.com berichtete, es hatte auch das Vertrauen der Nutzer in die Plattform massiv beschädigt. Wohl auch deshalb ist das Unternehmen nun scheinbar bereit, eine milliardenschwere Strafzahlung zu leisten, ohne alle Rechtsmittel auszuschöpfen.

Facebook will die Sache nicht vor Gericht ausfechten

Wie die amerikanische Zeitung Washington Post unter Berufung auf zwei mit den Vorgängen bei Facebook vertraute anonyme Quellen berichtet, ist man im Zuckerberg-Konzern offenbar letztlich bereit, zu zahlen. Facebook habe eine grundsätzliche Bereitschaft eingeräumt, für die Vorgänge, für die das Unternehmen auch schon die Verantwortung übernommen und eine Teilschuld eingeräumt hatte, auch finanziell einzutreten. Für die Investoren wäre es allerdings ein negatives Signal, wenn Facebook mehrere Milliarden Dollar zahlen würde, ohne alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen. Allerdings schätzt man bei Facebook wohl das Risiko eines öffentlichen Prozesses mit all der negativen Öffentlichkeit, die er mit sich brächte, höher ein. Der Datenskandal, der bei den meisten schon in Vergessenheit geraten sein dürfte, wäre dann wieder präsent, das möchte man offenbar nicht riskieren.

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