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AvP: Evolution Review – Oder wie man ein Franchise an die Wand fährt

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AvP: Evolution Review – Oder wie man ein Franchise an die Wand fährt

Mit „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ schufen Regisseur Ridley Scott und der Designer H.R. Giger im Jahre 1979 ein Filmuniversum, dass im Genre seines Gleichen sucht. Zahlreiche Filme folgten und nach dem erfolgreichen Film „Predator“ mit Arnold Schwarzenegger (Get to the Chopper) folgten eine Zusammenführung der Aliens und Predators im Form eines Aliens vs. Predators (AvP) Films. Viel weniger bekannt ist den meisten vermutlich, dass es bereits vor den AvP Filmen bereits Computerspiele gab, in denen man in die Rolle der Aliens, Predators und Colonial Marines schlüpfen konnte. Den zweiten Teil der dreiteiligen Serie habe ich selber bis zum erbrechen gespielt. Er konnte nicht nur im Singleplayer punkten, sondern auch der Multiplayer war damals super. Nachdem neulich die App „AvP: Evolution“ im AppStore reduziert angeboten worden ist dachte ich, dass ich mal einen Blick riskieren kann, denn nach dem völlig geflopten Colonial Marines für die Xbox, Playstation und Co dachte ich, dass man das Franchise vielleicht auf der mobilen Plattform hinbekommen hat. Wie ich mich getäuscht habe, könnt ihr in diesem Review nachlesen.

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Handlung
Die Handlung beginnt damit, dass man in die Rolle eines Jungle-Predators schlüpft, der in einer Arena gegen Aliens kämpft und irgendwann stirbt. Anschließend schlüpft man in die Rolle eines Aliens, dass zusehen muss, wie die Alienkönigin von den Super-Predators versklavt wird, um für sie Aliens auszubrüten. Hier stirbt man ebenfalls, um nun wiederum in die Rolle eines neuen Jungle-Predators zu schlüpfen, der sich auf einem Fluchtschiff befindet, welches angegriffen wird. Ja, die Story spielt sich genau so verwirrend, wie es hier im Review steht. Die Story wird leider ausschließlich in Textpassagen im Ladebildschirm präsentiert. Audiofiles oder Cutscenes fehlen komplett. Nachdem man sich als Predator vom Raumschiff gerettet hat, befindet man sich auf einem Planeten, der unter der Herrschaft der Weyland-Yutani Corp. steht und fängt an seine Ausrüstung aus deren Laboren zu sammeln. Als Alien startet man auch in den Laboren und muss sich als Facehugger zuerst zu einem Wirt schleichen um dann als frisch geschlüftes Alien den Weg zur Alien Königin zu finden.

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Gameplay
Das komplette Spiel steuert man die Aliens und Predators aus der Third-Person-Perspektive. Beiden Rassen steuern sich relativ ähnlich, weil man lediglich zwei Aktionstasten hat. Eine zum Schlagen und eine zum Blocken. Drückt man die Tasten in Kombination kann man Spezialattacken durchführen, die sich allerdings kaum von den normalen Attacken unterscheiden. Als Predator stehen einem neben Krallenwaffen ein Kampfstab und eine Kanone zur Verfügung. Aliens beschränken sich auf Klauen und den Stachelschwanz. Den kleinen Extraschlund der Aliens, die sie häufig in den Filmen einsetzen kann man bedauerlichesweise nicht benutzen. Die Levels laufen alle ziemlich gleich ab. Man kämpft sich Horden strohdummer Gegner, bis man es geschafft hat. In manchen Levels ist ein wenig Abwechslung geboten, weil man schleichen muss oder das Licht ausfällt und man mit der Thermosicht des Predators arbeiten muss. Schlimmer als das Leveldesign sind die langweiligen Kämpfe und die grausige Kamerasteuerung. Die Kamera muss immer wieder manuell eingestellt werden und man hat nach kurzer Zeit das Gefühl der Praktikant hat hier programmiert. Nach jedem der insgesammt zwölf Level erhält man Punkte, von denen man sich Rüstungen, Attacken und Items kaufen kann. Die besten Rüstungen wird man sich hier nicht kaufen können, weil Fox darauf aus ist, dass man sich die Punkte durch InApp-Käufe finanziert. Insgesamt ist das Gameplay eine Katastrophe und ich habe das Spiel irgendwann abgebrochen.

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Preis
Für den stolzen Preis von 2,69€ bekommt man rund zwölf Level und vielleicht sechs Stunden Gameplay geboten. Man fragt sich hier allerdings wofür man das Geld bezahlt. Story und Gameplay fallen auf ganzer Linie durch. Scheinbar hat Fox hier lediglich in Grafiker investiert, denn schlecht sieht das Spiel wirklich nicht aus. Durch die fehlende Geschichte verliert man allerdings schnell den Spaß am Spiel und hat wohlmöglich ähnlich wie ich keine Lust es durchzuspielen. Eine Frechheit auch ganzer Linie sind die InApp-Käufe: Bis zu 45€ soll man hier bezahlen um sich den spielentscheidenden Vorteil zu sichern. Es handelt sich hier nicht nur um optische Gimmicks, sondern Gegenstände, die aktiv das Spielgeschehen beeinflussen. Abzocke.

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Fazit
Mein Fazit für dieses Spiel fällt eindeutig negativ aus. Bei einem Kaufpreis von mehr als zwei Euro halte ich InApp-Käufe für eine Frechheit. Die Levels sind insgesammt relativ ähnlich und die Gegner sind dumm, wie Stroh. Die Geschichte ist nicht so richtig vorhanden und muss sich irgendwie zusammengereimt werden. Als Fan bin ich enttäuscht, dass aus der hervorragenden Vorlage wieder einmal nichts gemacht wurde. Warum konnte Fox nicht einfach AvP II von damals portieren anstatt uns dieses lieblos zusammengeschusterte Spiel vorzusetzen. Ich kann an dieser Stelle wirklich keine Kaufempfehlung geben, die Sterne gehen einzug und allein für die Grafik und die stimmigen Texturen raus.

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AvP: Evolution Review – Oder wie man ein Franchise an die Wand fährt
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