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Special: Gute Zeiten, Schlechte Spiele

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Special: Gute Zeiten, Schlechte Spiele
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Pfingstmontag, drückende Hitze, die WWDC ist vorbei und auf Apfellike.com beginnen die Serien wieder (hier nochmal ein kleiner Überblick). Und zwar mit einem Special. Ich behandle nämlich heute ein seltengewordenes Thema. Damals wurde sich oft darüber geärgert, denn Spiele konnte man entweder nur nach Bildern, die die Rückseite zierten, oder dank wenigen Tests in Spielezeitschriften kaufen. Mal eben im Internet recherchieren – leider nein, leider gar nicht. Es geht heute um schlechte Spiele auf iOS. Nur, gibt es solche denn überhaupt noch? Programmieren dürfte doch heutzutage kein Problem mehr sein und Spiele kosten mittlerweile auch keine 120 oder 150 Mark mehr. 

In der jetzigen Zeit hat man eine riesige Auswahl an wirklich so fantastischen Spielen. Egal ob auf iOS, Android oder den konventionellen Spielkonsolen sucht. Man findet viel. So viel, dass man es niemals schaffen könnte, wirklich alles einmal gespielt zu haben. Damals jedoch, mangelte es oftmals an der Qualität als auch an der Quantität. Natürlich war einiges gut, aber ich würde behaupten wollen, dass es vor einigen Jahren noch einen großen Haufen an Software-Müll gab. Beispiel gefällig?

Club Drive

Das Rennspiel für Ataris Jaguar kam 1996 auf den Markt und war alles andere als… darf man „schön“ überhaupt in diesem Satz verwenden. Keine einzige Textur, dafür herrliche einfarbige Polygonengrafik. Sagen wir so: Es hat vermutlich seinen Grund, warum der Jaguar kein Erfolg geworden ist. Club Drive hat auch sicherlich nicht dazu beitragen können.

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E.T

Die bis heute wohl allerschlechteste Filmumsetzung, die es jemals gab. Das Spiel sollte pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 1982 auf den Markt kommen. Problem war allerdings, dass der Entwickler nur fünf Wochen Zeit hatte. Tja und das bemerkt man eben sehr. Atari soll zudem auf tausenden von Kopien sitzengeblieben sein, sodass sie sie einfach in der Wüste von Mexico vergraben haben.

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Nun, die Beispiele sind alt und erschienen in einer Zeit, in dem das Videospielen eine Nischenerscheinung war. Konsolen waren etwas neues. Es wurde viel experimentiert, da keiner wirklich Erfahrungen hatte. Natürlich gibt es Spiele, die heute noch fantastisch spielbar sind. Spiele, die Meilensteine waren und die jetzige Spielkultur stark geprägt haben. Sei es ein The Legend of Zelda, das das Action-Adventure-Genre begründet haben oder ein Super Mario 64, das zum ersten Mal gezeigt hat, dass Jump n‘ Runs nicht nur von links nach rechts, sondern in alle Richtungen funktionieren kann.

Wie jetzt? Schlechte Spiele?

Dazu würde ich erst einmal sagen, dass es zwei Arten von schlechten Spielen gibt: schlechte Spiele, die so schlecht sind, dass sie schon wieder Spaß machen, weil es trashig ist. Und schlechte Spiele, die einfach nur miserabel sind. Nicht mehr und nicht weniger. Ich denke, dass jeder schon mal Spiele aus ersterer und zweiterer Beschreibung gespielt haben. Ich möchte heute aber zu letzterem etwas schreiben. Und zwar nicht zu Konsolenspielen, sondern zu iOS-Spielen, die das Herunterladen nicht ganz wert waren.  Ich möchte vorher allerdings noch sagen, dass Attribute wie „gut“ und „schlecht“ immer subjektiv sind. Sehr wahrscheinlich haben die Spiele, die ich gleich beschreiben werde, auch ihre Fans. Das ist auch gut so, denn genau das ist das tolle an Spielen. Es gibt soooooooo viele, da es sooooooo viele Geschmäcker gibt.

Platz 3:

Ultima Forever: Quest for the Avatar (iPhone, iPad, iPod touch)

Ultima. Als „richtungsweisend und innovativ“ wurde es oftmals beschrieben. Electronic Arts hat diesen Klassiker im letzten Jahr für Apples iPad neu aufgelegt. Und wow, sie haben wirklich eine schöne Welt gezaubert. Dies war auch anzunehmen, da man „respektvoll“ mit dieser Serie umgehen wollte. Aber Grafik ist ja nicht alles. Und sobald man die hübsche Oberfläche beiseite gelegt hat, erwartet einen darunter etwas hässliches. Etwas so hässliches, dass es auf meine Platz 3 geschafft hat. Ich zähle einfach nur auf, mehr hat dieser Software-Müll auch nicht verdient: im Spiel Werbung für andere fantastische EA-Spiele; oft die selben „Geh da und dahin und bringe mir dies und jenes“-Aufgaben; Kisten werden nur gegen Bezahlung geöffnet, da man einen kostenpflichtigen Schlüssel dazu benötigt; ruckelt auf alten iPads; Verbindungsabbrüche, die einen Verlust der gesammelten Gegenstände zur Folge haben. Alles in allem ist Ultima Forever: Quest for the Avatar wirklich keine würdige Neuinterpretation.

 

Platz 2:

Final Fantasy: All the Bravest (iPhone, iPad, iPod touch)

„Stop! Final Fantasy als einer der schlechtesten Spiele für iOS? Dem schreibe ich jetzt erstmal ’ne saftige Beschwerdemail! Von dem Hobbyschreiber lasse ich mir doch nicht sagen, dass Final Fantasy schlecht ist!!eins!!elf!eins1!!1“ Final Fantasy ist für Konsolen das, was Ultima für den Computer ist. Synonym für Rollenspiele auf Konsolen. Im Jahr 1987 stand die kleine Softwareschmiede „Square“ (damals noch ohne Enix) vor dem existenziellen Aus. Die Firma steckte alle Ressourcen, sowie ihr letztes Geld in dieses Projekt. Der Plan ging auf. Final Fantasy gibt es heute noch. Auch auf iOS mit dem Namen „All the Bravest“. Es geht wie damals wieder um Geld. Aber nur weil Square Enix den Hals nicht voll bekommen kann. Es gibt derart viele InAppKäufe, dass es wirklich unverschämt ist. Ich will jetzt kein Review schreiben, aber es gibt keine Handlung, noch nicht mal richtiges Gameplay. Alles geschieht automatisch und oh man, das ist echt schlecht! Ist das überhaupt ein Spiel? Ich weiß es nicht. Aber hey: es schaut hübsch aus.

Platz 1:

Dungeon Keeper (iPhone, iPad, iPod touch)

Vielleicht habt ihr damit auch schon gerechnet, da es im letzten Jahr eine ziemliche Aufruhr um dieses Spiel gab. Am Anfang steht wieder ein Klassiker der Spielegeschichte und wieder hat EA die Rechte an dieser Serie. Wohl keine gute Kombination und Dungeon Keeper erfüllt diese Erwartungen total. Nein, Dungeon Keeper übertrifft diese sogar noch. Denn es gibt meiner Meinung nach kein Spiel für iOS, was unverschämter ist als dieses Erzeugnis. Alleine schon, dass die deutsche Sprachausgabe, das Beste am gesamten Spiel ist, erzählt alles über die Qualität. Es geht um InAppKäufe, InAppKäufe und nochmals um InAppKäufe. Man wird beispielsweise direkt nach dem Tutorial zu Käufen genötigt. Auch die Grafikart des Spiels kommt keineswegs dem Original gleich. Alles ist in eine bunte Comicgrütze getaucht. Hier stimmt gar nichts. Abzocke, Fehler im Spiel und die Tatsache, dass Daten gesammelt werden, machen Dungeon Keeper zu meinem persönlichen schlechtesten Spiel für iOS.

 

Fazit

Ist euch etwas aufgefallen? Meine Top 3 besteht aus Spielen, die jeweils einen großen Namen haben. Sie kommen auch von bekannten Entwicklern. Großen Firmen eben. Und man könnte meinen, dass sie genug Geld haben, aber anscheinend nicht. Ich habe wirklich nichts gegen InAppKäufe, auch wenn ich kein Fan von ihnen bin. Solange sie nicht das Spiel negativ beeinflussen und das tun sie in diesen Beispielen. Wenn man für Geld ein Kostüm oder sonst was freischalten kann, dann ist das ok, da ich mich dagegen entscheiden kann, aber wenn ich etwas kaufen muss, damit ich weiterkomme, dann ist das Ganze doch uninteressant und frustrierend. Ich würde lieber ein Dunegon Keeper für 8,99 Euro kaufen und es dann komplett InAppKäufe-frei spielen können. Schämt euch also! Alle drei!

Und jetzt seid ihr dran. Von welchem Spiel seid ihr enttäuscht? Oder habt ihr direkt mehrere? Oder aber findet ihr, dass die genannten Spiele eigentlich nicht schlecht sind? Schreibt mir eure Meinung. Und vergesst bei dem heißen Wetter nicht, dass es morgen mit den Serien weitergeht! 

Special: Gute Zeiten, Schlechte Spiele
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