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udoq, die universelle Dockingstation im Test: Zeig was du hast

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udoq, die universelle Dockingstation im Test: Zeig was du hast

Die Erfinder kündigten das ultimative Ladewerkzeug an. udoq lädt und birgt alle Smart Devices, vom Phone bis zum Tablet, herstellerunabhängig und frei konfigurierbar. Ein gewagtes Versprechen, das neugierig machte. Wir haben das Produkt, das augenblicklich noch via Kickstarter finanziert werden soll, einem Test unterzogen und sagen euch, was wir davon halten.

Das udoq ist eine universelle Dockingstation für Smartphones und Tablets.

Logo seitlich - A. Bergmann / PICTURE GROUP

Logo seitlich – A. Bergmann / PICTURE GROUP

Laut Hersteller respektive Entwicklerangaben kommt eine patentierte Lösung zum Einsatz, um wirklich alle Arten von Devices zu laden und darüber hinaus noch deren zahlreiche zur selben Zeit. Das klingt fast zu schön um wahr zu sein, entsprechend groß war unsere Spannung.

Das Prinzip

Was beim Auspacken des großen Pakets zum Vorschein kommt, erschloss sich uns nicht ganz auf Anhieb, doch das Wirkprinzip wird schnell deutlich.

Anschlüsse - A. Bergmann / PICTURE GROUP

Anschlüsse – A. Bergmann / PICTURE GROUP

Das udoq ist eine lange Aluminiumschiene. Diese wirkt massiv und robust und macht verarbeitungstechnisch keine Fehler. Auf dieser Schiene werden die zu ladenden Geräte aufgereiht. Die jeweiligen Ladekabel sind in die Schiene eingehängt. Sie können nach rechts und links verschoben werden, so wird der verschiedenen Größen verschiedener Tablet- und Smartphonemodelle Rechnung getragen.

Auch können Kabel getauscht werden. So ist nicht nur gewährleistet, dass künftige Ladestandards das Gerät nicht unbrauchbar machen, Besitzer vieler Geräte können das udoq auch flexibel umkonfigurieren, wenn sich ihre Nutzungsgewohnheiten ändern. Hier tritt schon das erste Problem auf: Die Kabel müssen vom Hersteller erworben werden, da die Verankerungen so gestaltet sind, dass auch in Schutzhüllen steckende Smartphones auf dem udoq Platz finden.

Es werden bereits Lightning-, Mikro-USB und Dock-Connector-Kabel für alte Apple-Geräte mitgeliefert, auch ein Port für drahtloses Laden ist schon mit an Bord.

Ausprobiert

Das erste Konfigurieren einer alltagstauglichen Installation ist ein kleinwenig aufwendig. Dann konnten wir anfangen das udoq mit Devices zu belegen. Wir setzten beispielsweise ein iPad, ein iPhone, ein ZTE-Smartphone oder ein Kindle Fire auf die Schiene. Platz genug war vorhanden.

iPad auf dem Dock - A. Bergmann / PICTURE GROUP

iPad auf dem Dock – A. Bergmann / PICTURE GROUP

Die Kabel schauen hinten aus dem Dock heraus und müssen zu ihren jeweiligen Netzladegeräten geführt werden. Diese werden nämlich nicht mitgeliefert und müssen vorhanden sein. Die möglichen Orte, an denen das udoq platziert werden kann, werden dadurch schon deutlich eingeschränkt. Wir können uns im Grunde nur einen Platz vorstellen, an dem das Dock sinnvoll aufgestellt werden kann: Den Büroschreibtisch, genauer eine Stelle auf selbigen, von wo die Kabel möglichst wenig störend zu einer Mehrfachsteckleiste geführt werden.

Zeig was du hast

Kommen wir zurück zu unserer Neugier vom Anfang: Lädt das udoq wirklich alle Geräte, wie der Hersteller verspricht? Ja, das tut es. Welches Problem wird durch das udoq gelöst, das Nutzer alltäglich im Umgang mit ihren Gadgets quält? Das ist die eigentliche Frage. Wir wissen es nicht. Zwar funktioniert das Dock wie versprochen, ist die Verarbeitung und der Mechanismus einwandfrei, aber der praktische Nutzen steht dahin, genau so wie bestimmte Aspekte nicht völlig zufriedenstellend sind.
Die auf dem udoq geparkten Geräte können während des Ladens nicht bequem genutzt werden, es sei denn das Dock wird direkt neben den Arbeitsplatzrechner platziert und die Geräte darauf als eine Art Bloomberg-Terminal benutzt. Das udoq kann ferner nur mit den beim Hersteller käuflichen Kabeln betrieben werden, was voraussetzt, dass es dort längerfristig Kabel zu kaufen gibt. Auch wenn neue Standards hinzukommen, muss er reagieren und diese in sein Sortiment aufnehmen. Apropos Kabel: Auch das Problem des Kabelwahnsinns wird vom udoq keineswegs gelöst, zumal der Anwender noch die Netzteile für die Geräte vorhalten und separat einstöpseln muss. Der Kabelsalat wird räumlich nur etwas verlagert. Wir hätten uns beispielsweise eine Lösung mit einer globalen Energiezuführung gewünscht. Das hätte zwar die Entwicklung zugegebenermaßen deutlich anspruchsvoller gemacht, aber tatsächlichen Mehrwert geschaffen. Und schließlich fragt man sich doch, was mit dem Arrangement erreicht wird.
Für Gadget-Guys, die ihre Geräte gern sich selbst oder anderen gut sichtbar präsentieren möchten, ist das udoq sicher ein lohnender Kauf. Sie können ihre Devices herzeigen und im Blickpunkt aufbauen. Auch für Showrooms oder Store-Räume könnte das Dock eine sinnvolle Einrichtungsergänzung sein. Für solche Kunden sind die Preise, die bei 99 Euro anfangen, sicher auch kein Hinderungsgrund. Bei uns wusste allerdings niemand so richtig, wo und wie er das udoq einsetzen würde.
Jeder von uns kennt das Problem, das entsteht, wenn man viele Geräte hat, die man parallel nutzt und lädt, doch jeder hat inzwischen eigene, gut eingespielte Konstellationen entwickelt, die vom udoq auch nicht mehr verbessert werden konnten. Freilich gibt es auch andere Meinungen. Daher seien euch an dieser Stelle die Testberichte der Kollegen von mobiFlip und dem TechnikSurfer ans Herz gelegt, die teils zu anderen Folgerungen gelangt sind.
Das Finanzierungsziel der Kickstarter-Kampagne ist inzwischen erreicht, das udoq dürfte im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Unterstützer der ersten Stunde zahlen nur die Hälfte. Wer sich beteiligen möchte, kann das noch bis übermorgen tun.
Mit Material von Alexander Bergmann

udoq, die universelle Dockingstation im Test: Zeig was du hast
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