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Die Vor- und Nachteile biometrischer Sensoren

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Die Vor- und Nachteile biometrischer Sensoren

Biometrische Sensoren wurden spätestens mit der Einführung des Fingerabdrucksensor im iPhone 5s ein Massenphänomen: Plötzlich war es nicht mehr nötig, Passwörter einzugeben. iPhone und iPad entsperrten sich mit nur einem Fingerauflegen in Windeseile, dank Face ID ist selbst das nicht mehr notwendig. Verschiedene Passwörter für alle möglichen Online-Accounts muss man sich nicht mehr merken; nur mit dem eigenen iPhone und Touch beziehungsweise Face ID kann man sich vom eigenen Banking-Account bis hin zur Shopping-Seite überall anmelden.

Obwohl wenn sich die neuen Unlock-Methoden überwiegend großer Beliebtheit erfreuen, sind sich viele Nutzer der genauen Vor- und Nachteile nicht bewusst:

Vorteile

  1. Biometrische Daten sind schwer zu fälschen – ein Fingerabdruck oder Retina-Muster ist einzigartig.
  2. Die Geschwindigkeit ist gegenüber sicheren – also langen – Passwörtern sehr viel höher.
  3. Biometrische Daten verändern sich nicht – der gleiche Finger sollte den gleichen Sensor also auch in dreißig Jahren noch entsperren können, während Passwörter häufig gewechselt werden müssen.
  4. Biometrische Daten sind unverwechselbar mit einer Person verknüpft; falsche Schuldzuweisungen sind also unmöglich. Ein Passwort kann dagegen abgehört oder weitergegeben werden. Methoden zur biometrischen Identifikation von Spielern können darüber hinaus zum Beispiel die Volljährigkeit oder Geschäftsfähigkeit der Mitglieder in Onlinecasinos bestätigen.

Nachteile

  1. Sensoren können fehlerhaft oder ungenau sein – das würde eine Fälschung biometrischer Kennzeichen ermöglichen, wie etwa in den Anfangstagen von Touch ID demonstriert.
  2. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sicherheit der verwendeten Server: Auch wenn Apple selbst angibt, dass die biometrischen Daten von Touch ID und Face ID das Gerät selbst nie verlassen, gibt es verschiedene Dienste, die biometrische Informationen auf ihren eigenen Servern speichern. Sollten diese gehackt werden, hätte das schwerwiegende Konsequenzen.
  3. Die Kosten können eine Einstiegshürde darstellen: Während biometrische Sensoren in massenhaft gefertigten iOS-Devices nicht mehr viel kosten, kann der finanzielle Aspekt doch den Einbau eines Fingerabdruck- oder Retinascanners anstelle eines Schlosses in der eigenen Wohnung verhindern.
  4. Sonderfälle können nicht berücksichtigt werden – wer etwa beide Hände verloren hat, kann den Fingerabdrucksensor nicht nutzen; das gleiche gilt für verletzte oder entstellte Gesichter und Lösungen wie Face ID.

Während biometrische Sensoren im allgemeinen verschiedene Vor- und Nachteile haben, die in allen Bereichen gelten, eröffnen erst spezialisierte Anwendungsfälle das gesamte Potenzial der Technologie: Indiens ‚Unique ID Authority of India Aadhaar‘-Programm zeichnet beispielsweise die Daten aller zehn Finger, der Iris und des Gesichts auf und verknüpft diese mit dem Ausweis. Das stellt sicher, dass beispielsweise Sozialhilfe nur von den rechtmäßigen Empfängern in Anspruch genommen werden kann und nicht etwa weiterverkauft oder abgepresst wird.

Gleichzeitig stellt die biometrische Erkennung gerade in Kombination mit Überwachungskameras eine ernstzunehmende Gefahr dar: Der ‚gläserne Bürger‘, der auf jedem seiner Schritte verfolgt werden kann, rückt immer näher an die Realität. Denkbar ist auch ein Ausnutzen und Verkaufen der Bewegungsdaten durch Werbefirmen.

Letztendlich können biometrische Lösungen ein guter Schritt im Rahmen einer Zwei-Faktor-Authentifizierung sein: Fingerabdruck beziehungsweise Iris dienen als Nutzername und werden mit einem Passwort oder einem Hardware-Token verknüpft, um so große Sicherheit bei gleichzeitig relativ geringem Aufwand zu ermöglichen.

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