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Kommentar: Smartphone-Nutzung im Freundeskreis

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Kommentar: Smartphone-Nutzung im Freundeskreis
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10:30 Uhr. Die Pausenglocke läutet, endlich ist der Unterricht vorbei. Und ausnahmsweise mal kein „Ich beende den Unterricht“ vom Lehrer. In der Pause dürfen wir drinnen bleiben, draußen regnet es. Die meisten Schüler bleiben im Raum, sie nutzen ihre Handys. Hören Musik, schreiben via Whatsapp oder spielen Flappy Bird. So ziemlich jeder ist mit sich selber, nein, mit seinem Smartphone beschäftigt. 

Diese Situation dürften wohl die meisten von euch kennen, vielleicht auch in abgewandelter Form. Doch der Kern bezieht sich auf eine Thematik: Seinem Smartphone mehr Beachtung schenken, als den Menschen um sich herum. Natürlich greife ich in einem Gespräch unter Freunden auch gelegentlich zum Handy, um eine wichtige Nachricht zu verschicken. Doch das meine ich damit gar nicht. Es geht darum, dass man seinem iPhone, Galaxy usw. mit Aufmerksamkeit schenkt, als seinem Gegenüber.

Apple griff dieses „Problem“ im letzten Weihnachts-Spot sehr geschickt auf, machte daraus eine „großartige“ Reklame. Hochgelobte eineinhalb Minuten, sogar Werbeprofi Ken Segall titelte mit „Apple thinks different for Christmas„.

In der Werbung selber, geht es um einen Jungen, welcher in der besinnlichen Weihnachtszeit, jeglichen familiären Aktivitäten ablehnt und die Zeit stattdessen mit seinem iPhone verbringt. Am Ende wird das Ganze unter den Freudentränen seiner Oma und Co. aufgelöst: Der Protagonsit hatte einen Kurzfilm gedreht. Misunderstood.

Was andere als „ganz großen Wurf“ bezeichnen, sehe ich anders. Nicht zuletzt Apple hat für genau solche Szenarien (und damit sind nicht die im Spot gemeint, da es hier ja zu einem Happy End kam), den Startschuss gegeben. Das Smartphone, der treue und beste Begleiter, scheint wichtiger geworden sein, als die Mitmenschen. Zugegeben, manchmal hole ich mein Smartphone auch aus der Hosentasche und beschäftige mich irgendwie, doch das dann wohl eher aus dem Grund, dass ich meinen Gegenüber nicht leiden kann (Schule halt) oder bewusst nicht von ihm angesprochen möchte.

Doch unter den „Freunden“ sollte dies (meines Erachtens nach) nicht der Fall sein. Ein Foto oder Video den anderen zeigen, okay. Doch diese Ausnahme hat, spätestens da Schluss, wenn das Suchen länger dauert, als der Unterhaltungswert zu dem es in Relation steht. Heißt: 10 Minuten am Handy spielen und im Anschluss ein Foto zeigen ist nicht gerechtfertigt. Wahrscheinlich übertreibe ich in den Augen der meisten Leser, ich denke auch, dass ich zu den Wenigen (Jugendlichen) heute gehöre, die so etwas überhaupt noch wahrnehmen (können?).

Wie kann ich meinem Handy mehr Aufmerksamkeit schenken, als meinen Freunden? Und warum? Warum spielen so viele lieber Flappy Bird, als sich mit anderen über lustige Erlebnisse zu unterhalten? Ich weiß es nicht. Fakt ist aber, dass das Smartphone sogar in solchen Bereichen, in solchen die meiner Meinung nach viel wertvoller sind, als ein Chat via Whatsapp, immer wichtiger wird für die meisten. Das endet dann sogar in solchen Situationen, in denen es im gesamten Klassenraum (mit 25 Schülern) totenstill ist und alle gebannt auf ihre Displays gucken und nur der einfältige Sound von Flappy Bird die Stille bricht. Der Drang (kann man es schon als Sucht bezeichnen?) nach Smartphone, Facebook, dem ständigen Auf-dem-laufenden-sein und Co. ist heute wohl einfach zu groß.

Eine wirkliche Aussage habe ich irgendwie auch nicht, der Frust und die Verständnislosigkeit wog (wiegt) einfach zu stark. Vielleicht noch ein kurzer Appell an alle die sich in einer der erwähnten Szenen selber ertappt hat: Legt das Handy auch mal (mit gutem Gewissen) zur Seite. Der Mensch, die Freunde sollten in der persönlichen Relevanz-Liste höher stehen als ein Stück Plastik-Metall. Hoffe ich zumindest mal.

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