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iCloud: Russische Nutzerdaten bleiben in Russland

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iCloud: Russische Nutzerdaten bleiben in Russland

Apple beugt sich dem Kreml. Daten russischer Nutzer sollen zukünftig im Land gespeichert werden. Ein neues Gesetz erzwingt ein inländisches Datenzentrum und verschreckt womöglich die Wirtschaft.

russische Bürger fallen seit September unter ein Gesetz, das international tätige Unternehmen dazu verpflichtet Personenbezogene Daten russischer Bürger auf inländischen Infrastrukturen zu verarbeiten. Neu ist der Gedanke nicht. Verschiedene Länder, darunter Brasilien, streben schon länger ein stärker auf das eigene Territorium zentriertes Internet an. Kurios: Was etwa in Deutschland von internationalen Unternehmen oft als zweifelhaftes Sicherheitsversprechen vor fremdem Regierungszugriff genutzt wird, führt in Russland zu Stirnrunzeln. Datenschutz hat in einem Land mit fragwürdiger Meinungs- und Pressefreiheit eine gänzlich andere Bedeutung.
So ist das im Januar angekündigte und zu September in Kraft getretene Gesetz Gerüchten nach auch der Grund für die Schließung von Googles russischem Entwicklungsbüro, in dem bis vergangenen Dezember rund 50 Ingenieure arbeiteten.
Angeblich erwog die russische Regierung gar einen Verkaufsstopp für iPhones, so lange die iCloud-Nutzerdaten in den USA gespeichert würden. Künftig wandern iCloud-Inhalte russischer Nutzer in ein in Moskau gelegenes, von IXcellerate betriebenes Rechenzentrum.

Diese Neuerung hat aber womöglich noch negative Folgen für die sowieso schon angeschlagene russische Wirtschaft. Einer Umfrage vom August der Marktforscher von Gartner erwägen angesichts der neuen Gesetzeslage 19% der Unternehmen mit russischen Nutzern einen Rückzug vom russischen Markt.

Indes hätte eine alternative Sperrung der iCloud-Dienste auch zu Ärger in der russischen Gesellschaft führen können, wie Sergei Plugotarenko, Direktor von Russlands Association of Electronic Communications gegenüber einer russischen Zeitung erklärte.
So oder so bedeutet der nationalisierte Durchgriff auf die iCloud, die unter Anderem Standortdaten und iMessage-Inhalte einschließt, einen gravierenden Einschnitt für russische Applekunden.

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