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Bitcoin oder Gold – Welches ist die bessere Krisenwährung?

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Bitcoin oder Gold – Welches ist die bessere Krisenwährung?

Gold wird von vielen Anlegern als Krisenwährung betrachtet, welche Investoren in Zeiten fallender Kurse einen sicheren Hafen bietet. Der Wunsch nach Wertspeicherung und -sicherung ist gleichfalls einer der treibenden Gedanken hinter der Kryptowährung Bitcoin. Es liegt daher nahe, Bitcoin und Gold einmal miteinander zu vergleichen, um festzustellen, welche Vorzüge die beiden Anlageklassen jeweils haben und wie krisensicher sie wirklich sind.

Wertsicherung durch begrenzte Verfügbarkeit

Sowohl Gold als auch Bitcoins zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur in begrenztem Maße verfügbar sind. Gegen Ende 2019 waren weltweit knapp unter 200000 Tonnen Gold im Umlauf. Demgegenüber steht eine Goldfördermenge von insgesamt 3463,7 Tonnen. Laut Expertenmeinung ist der überwiegende Teil des förderbaren Goldes bereits zu Tage geholt worden. Auf der Suche nach weiteren Goldlagerstätten müssen Minenbetreiber auf immer schwerer zugängliche Vorkommen zurückgreifen, was in den vergangenen Jahren zu einem teils erheblichen Anstieg bei den Förderkosten geführt hat.

Ein Blick auf Bitcoin offenbart, dass die Kryptowährung in dieser Hinsicht verblüffend große Ähnlichkeiten mit Gold aufweist. Bitcoins werden durch das lösen komplexer Rechenaufgaben gewonnen, was auch als Schürfen oder Minen bezeichnet wird. Diese Aufgaben werden jedoch im Laufe der Zeit immer komplizierter. Dadurch muss zunehmend mehr Rechenleistung eingesetzt werden, womit die Kosten stetig weiter steigen. Gleichzeitig halbiert sich die Geschwindigkeit, mit welcher neue Bitcoins geschürft werden können in regelmäßigen Abständen. Derzeit sind rund 18,2 Millionen Bitcoins im Umlauf und es wird geschätzt bis ins Jahr 2140 dauern, bis alle der möglichen 21 Millionen Bitcoins geschürft worden sind. Diese 21 Millionen sind die feste Obergrenze.

Durch die Knappheit von Gold und Bitcoins wird sichergestellt, dass diese Anlagen niemals ihren Wert durch ein Überfluten des Marktes verlieren können. Daher können beide als wirksamer Schutz vor dem Wertverlust des eigenen Vermögens durch Inflation angesehen werden.

Physischer Besitz vs. digitale Immaterialität

Ein entscheidender Unterschied zwischen Gold und Bitcoin ist die physische Existenz von Gold. Bitcoins existieren lediglich in der digitalen Welt. Darin liegt in vielerlei Hinsicht ein großer Vorteil. Es erleichtert den Transfer und die weltweite Zahlung mit Bitcoins enorm. Ähnlich wie normales Geld kann Bitcoin zur Bezahlung zahlreicher Dienstleistungen und Produkte verwendet werden. In Ländern wie Japan oder Neuseeland ist die Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel bereits weit verbreitet. Ferner basiert Bitcoin auf der Blockchain, wodurch es praktisch unmöglich ist, einzelne Bitcoins zu fälschen oder ihren Transfer zwischen unterschiedlichen Nutzern zu blockieren.

Physisches Gold stellt hingegen ab einer bestimmten Menge größere Anforderungen an Lagerung und Transport. Das bedeutet, dass die Hürden für Einsteiger deutlich höher sind als bei Bitcoin. Ferner kann der Besitz und Handel mit Gold wesentlich leichter von staatlicher Seite kontrolliert und gegebenenfalls unterbunden werden. So existierte in den USA zwischen 1933 und 1974 ein Goldverbot. Zudem taugt Gold in der heutigen Welt nicht länger als Zahlungsmittel. Dies wäre auf Umwegen maximal im Rahmen einer Rückkehr zum Goldstandard möglich. Dafür besteht für Gold in der realen Welt eine Nachfrage in der Hightech- und Schmuckindustrie, welche stets vor einer vollkommenen Entwertung schützen wird. Dies ist bei Bitcoin nicht gegeben.

Sicherheit in Zeiten der Krise?

Ein Blick auf die Kursentwicklungen der letzten Wochen dürfte bei allen Anlegern, welche entweder Gold oder Bitcoin als krisensicheren Hafen betrachtet haben, für Ernüchterung sorgen. Bei beiden Anlagen kam es zu steilen Kursverlusten. Dabei gelang es dem Goldpreis anschließend um einiges besser, sich wieder zu erholen.

Laut Analysten lag der Grund für den Kurseinbruch bei Gold darin, dass Investoren liquide Mittel für den späteren Nachkauf günstiger gewordener Aktien freimachen wollten. Bei Bitcoin wird hingegen vermutet, dass einige institutionelle Anleger im Angesicht der Krise lediglich ihr Kapital aus Hochrisikoanlagen – wozu Bitcoin und Co. gezählt werden – abgezogen haben. Die Handelstätigkeit weniger Großanleger hat auf den Kryptomarkt oftmals einen stärkeren Einfluss als die wirtschaftliche Entwicklung.

Fazit

Sowohl Gold wie auch Bitcoin verfügen über Qualitäten, durch welche sie sich als Anlage zur Wertsicherung und -steigerung eignen. Auf lange Sicht gesehen scheint das Potenzial von Bitcoin, auch wegen seiner Verwendbarkeit als alternatives Zahlungsmittel, größer zu sein. Allerdings muss sich erst noch zeigen, ob diese elf Jahre alte Kryptowährung den Zahn der Zeit überstehen kann, oder ob sie in Zukunft durch eine ausgefeiltere digitale Währung ersetzt wird.

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