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Mit Apple durch das Abitur
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Am 27. Juni 2014 ist die Schulzeit für mich endgültig vorbei. Für alle anderen Abiturienten in Baden-Württemberg auch, die meisten jedenfalls. Da mich mein Apple Line Up vor allem durch die Oberstufe hindurch begleitet hat, päsentiere ich heute sowohl Vorzüge als auch Lücken kalifornischer Ingenieurskunst im Bezug auf meinen Schulalltag.

Organisation

Stundenplan, Hausaufgaben, Klausurtermine und vieles mehr – das müssen chaotische Schüler neben den fachlichen Inhalten außerdem noch im Kopf behalten. Da ich persönlich ohnehin ein vergesslicher Mensch bin, hat mir die App „MyPlan“ zunächst einmal enorm weiter geholfen. Einfach Handhabung, simples Design und individuelle Notenwertung bot diese App und ein sehr gutes Gesamtpaket mit dazu. Jedoch wurde sie schon bald vom Entwickler vernachlässigt und somit seit Veröffentlichung von iOS 7 nicht wieder installiert. Leider!

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Im Anschluss wurden viele Stundenplaner ausprobiert aber irgendwie fand sich nie ein wirklich geeignetes Mittel. Zunächst war die App „Stundenplan mobil“ an der Reihe, welche zunächst mit coolen Features glänzen konnte. Das Design war zwar ganz in Ordnung, aber der Stunden-Countdown fürs erste brilliant. Jede Unterrichtsstunde wurde in Minuten und Sekunden heruntergezählt und so konnte einer gut vorbereiteten Pause nichts im Wege stehen. Allerdings wurde die App schnell verworfen, da die Hausaufgaben- und Notizengestaltung sich etwas kompliziert verhielt. Somit waren 0,89 € verschenkt.

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Ebenso verhielt es sich mit der App „NotenMonitor“. Einziges Gimmick war das fiktive Zeugnis, das jederzeit mit den aktuellen Notenberechnungen dargestellt wurde. Somit konnte man sich schon einmal mit dem Blick an ein paar Ausrutscher gewöhnen. Das Design ist hierbei aber markant hässlich, bietet kaum etwas fürs Auge, mit klassischen 0815-Farbfeldern hinterlegt und konnte auch sonst nichts großartiges aufweisen. Wurde schnell wieder deinstalliert.

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Zum Schluss bin ich auf die „Häfft-App“ gestoßen. Sehr zu meiner Freude, denn die Hausaufgaben-Häffte in den  vergangenen Jahren amüsierten mich mit tollen Sprüchen und guten Witzen durch den Schulalltag. Umso schöner wurde für mich die App. 1,79 € waren im Vergleich zur Konkurrenz etwas happig, jedoch war das Design schön und die App wirkte sehr aufgeräumt. Tolle Sprüche gabs trotzdem jeden Tag neu, der Stundenplan war übersichtlich und man hatte im Menü alle wichtigsten Dinge im Blick: Hausaufgaben, Klausurtermine und natürlich die Anzahl der Tage bis zu den nächsten Ferien. Empfehlenswert!

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Natürlich darf bei dieser Auflistung die Applikation „iStudiez Pro“ auch nicht fehlen. Allerdings muss ich sagen, dass iStudiez eher für das Studium als für die Oberstufe bzw. Schule im allgemeinen Sinne gedacht ist. Dies macht sich schon bei der Gestaltung des „Stunden-“ bzw. Semesterplans bemerkbar. Wirklich tolle Applikation, vor allem seit dem Sprachen-Update auch auf Deutsch erhältlich. Ein Vorteil ist mit Sicherheit die Implementierung aller Aufgaben, Daten und Pläne in den Apple Kalender. So bleibt der ständige Switch zwischen verschiedenen Kalendern erspart. Trotzdem für mich im Studium ein klares Muss, in der Schule eher unbrauchbar.

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 Lernen

Beim Lernen für Klausuren oder gerade für Klassenarbeiten setze ich durchwegs auf die altmodische Art – richtige Bücher mit Papierseiten und so. Hierbei war es unheimlich wichtig, die „Nicht-stören“-Funktion des iPhones gekonnt einzusetzen und die neusten Nachrichten nur alle 30 – 40 Minuten kurz zu checken, wenn eine kurzzeitige Lernblockade vorhanden ist. Denn leider ist der iBook Store in Deutschland längst nicht soweit um die tollen interaktiven Möglichkeiten als Schüler zu nutzen. Einige Schulen haben bereits auf die Tabletnutzung umgestellt, aber das ist ja bei weitem noch nicht die Regel. Ansonsten gilt: „Beim Lernen jegliches Apfelzeugs weit weg zu legen!“.

Das gilt sogar auch für den iPod oder ein anderes tragbares Musikgerät. Die Aussage, dass mit Musik besser gelernt werden kann ist ein absolutes Gerücht. Laut einer Studie, hat Musik beim Lernen weder einen positiven, noch einen negativen Einfluss auf das Lernverhalten. Fakt ist aber, dass beim Musikhören ständig Reize ins Gehirn gelangen, die nicht ausgeblendet werden können und sich somit die Wahrscheinlichkeit erhöht beim Lernen auf die Musik zu konzentrieren als auf den angesagten Schulstoff. Mein Tipp: Ist lernen angesagt, bedeutet das einen Kampf zwischen dir und deinem Ordner oder deiner Lektüre. Alles andere ist außen vor zu lassen!

Was auf jeden Fall hilfreich ist, ist schon relativ früh mit den Lerneinheiten zu beginnen. Vor ganz normalen Klausuren reichen in der Regel sieben Tage vorher portionsweise sich den Lernstoff anzueignen. Dabei kann der Apple Kalender eine große Hilfe sein, denn selbst lernen will geplant sein. Sieben Tage vor dem Klausurtermin soll der gesamte Lerninhalt in kleinere Themenbereiche eingeteilt und für jeden dieser Portionen im Kalender ein ganztägiges Ereignis erstellt werden. Das hilft ungemein und macht das Lernen erträglicher. Vom bekannten Bulimie-Lernen auf den letzten Drücker ist abzuraten.

Bei umfangreicheren Klausuren, wie etwa dem Abitur oder der Abschlussprüfung sollte ein Zeitraum von mindestens drei Monaten gewählt werden um den gesamten Lerninhalt zu verteilen und zu verinnerlichen. Dabei vor allem Wiederholungen und Repetitionen einplanen. Ansonsten gilt: Je früher angefangen wird, desto kleiner die Lernportionen. Diese Methode macht Lernen unheimlich angenehm und es bleibt genügend Freizeit übrig.

Da Apple aber derzeit sehr intensiv auch an iTunes U arbeitet, hoffe ich, dass viele Universitäten sich an diesem Projekt beteiligen und ihren Studenten dadurch großartige Möglichkeiten offerieren. iTunes U bietet aber auch Abiturienten eine sehr gute Möglichkeit in bestimmte Studiengänge hineinzuschnuppern und zu sehen, was im Studium da auf mich zukommt.

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Recherche

Sollten Sachverhalte genauer beleuchtet werden oder musste mal wieder eine Präsentation her, war eine umfangreiche Recherche natürlich das A und O. Hierbei wurde das iPhone eher außen vor gelassen und lieber mit dem iPad oder dem Mac gearbeitet. Dennoch erwies sich die Applikation „Evernote“ als wirklich herausragendes Mittel um meine Recherchen ordentlich und kompakt zu sammeln. Hinzu kam, dass Evernote für Safari einen WebClipper anbietet mit dem Internetseiten, Artikel oder einzelne Absätze spielend leicht in die App geschleudert werden konnten.

Der WebClipper bietet die Möglichkeit während dem Surfen Notizen oder Markierungen im Artikel anzufügen, welche anschließend als Screenshot gespeichert und mit Tags versehen werden können. Ein weiteres plus bei Evernote: Alles wird synchronisiert. Ich habe auf allen Devices meine gesamten Notizen. Ein echter Vorteil!

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Was die Textbearbeitung angeht, so habe ich durchgehend mit Microsoft Word gearbeitet. Das hat eher damit zu tun, dass ich mich in der Vergangenheit sehr ausgiebig mit Word und PowerPoint beschäftigt habe und mich da einfach sehr gut auskenne. Für schulische Zwecke ist Pages aber eigentlich eine sehr gute Lösung. Sehr intuitiv und sehr simple gestaltet. Apple eben. Fürs Studium wurde mir aber abgeraten mit Pages zu arbeiten, da es einfach zu wenige Konfigurierungsmöglichkeiten bietet, die da wohl notwendig sind. „LaTeX“ soll hierbei eine geeignetere Option sein.

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Präsentationen

Im Laufe der letzten drei Jahre habe ich insgesamt 13 Präsentationen halten müssen. Zugegeben: Präsentationen sind der Hammer und mein absoluter Notenretter. Wie ich aber schon erwähnt habe, beschäftigte ich mich in der Vergangenheit sehr ausgiebig mit PowerPoint, und meine Vorträge wurden immer gut bewertet. Für mich also kein Grund mit Keynote zu arbeiten. Zugegeben, ich hatte selten den Mut eine Note mit einer Software zu riskieren, mit der ich mich nicht auskannte.

Bei der mündlichen Abiturprüfung aber wagte ich es mit Keynote zu arbeiten. An meiner Endnote hätte sich sowieso nichts geändert. Die Arbeit mit Keynote gestaltete sich anfangs echt schwierig, da ich immer wieder dieses komplizierte PowerPoint-Denken inne hatte. Denn im Grunde ist Keynote absolut „idiotensicher“. Man kann eigentlich nichts falsch machen und alles ist auf Anhieb sofort erkennbar. Apple eben.

So stand ich da in meiner Prüfung mit meiner Keynote Präsentation und tat was ich tun konnte. Das Ende vom Lied: die Prüfer waren begeistert! Vor allem von der Präsentation. Nicht weil sie so umfangreich oder gestalterisch toll, sondern einfach mal was anderes war. Andere Animationen, Grafiken, Layouts und andere Schriftart. Nach vier Stunden Prüflingen mit immer ein und den selben Präsentationen waren die Prüfer begeistert einfach mal Abwechslung in den Unterricht zu bekommen.

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Hier sind wir abermals bei der Denkweise Apples: Man muss es nicht immer besser machen. Es anders zu machen genügt in den meisten Fällen auch. „Think different!“ um beim Thema zu bleiben. Zumal die Präsentation innerhalb von zwei Tagen recherchiert, gestaltet und vorgetragen wurde, sind die volle Punktzahl doch ein guter Beweis dafür, dass man „Koordinationssportart Basketball“ mit der richtigen Technologie doch ganz spannend präsentieren kann.

Eine wichtige Sache noch: die Remote Fernbedienung von Apple funktioniert nicht am MacBook Air! Ich hatte eine ganz günstig im Elektrofachhandel um die Ecke geschossen und habe sie glücklicherweise vorher noch ausprobiert. Um den USB-Empfänger zu besorgen war aber keine Zeit mehr, deshalb blieb diese ohne Benutzung.

Fazit

Da jetzt bald in fast allen Bundesländern die Sommerferien anbrechen, wäre das doch ein guter Zeitpunkt um über die Tauglichkeit von Apple im Schulalltag nachzudenken. Meines Erachtens sind die Produkte von Apple absolut geeignet um damit auch im Schulwesen erfolgreich zu arbeiten.

Meine Zeit als Schüler ist jetzt dennoch vorbei und ich habe euch meine Erfahrungen mitgeteilt. Weiter geht es für mich jetzt als Student.

Wenn jemand von euch also tolle Apps oder Programme fürs Studium kennt, dürft ihr mir das gerne in den Kommentaren mitteilen. Habt ihr Fragen zur Tauglichkeit von bestimmter Hardware im Schulalltag dürft ihr damit natürlich auch die Kommentarleiste bombardieren.

Mit Apple durch das Abitur
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