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Let’s Talk Apple Watch: Ein (ausführliches) Zwischenfazit zur Smartwatch aus Cupertino

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Let’s Talk Apple Watch: Ein (ausführliches) Zwischenfazit zur Smartwatch aus Cupertino
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Etwas mehr als eine Woche ist vorüber gegangen, zwei Apfellike-Redakteure durften die Apple Watch (Sport und Watch) testen. Wir ziehen ein erstes Zwischenfazit und sprechen über positive und negative Erfahrungen sowie Wünsche für die kommende Generation der Apple Watch.

Christian: Hallo Lukas und Pascal. Ihr beide habt die Apple Watch schon am Freitag letzte Woche erhalten. Was war euer erster Eindruck beim Auspacken?

Lukas: Wow…und..ist die klein. Ich hatte mir die 38 mm Variante (der Apple Watch in Stahl mit schwarzem Sport-Armband) geholt und war, obwohl ich sie im Store schon gesehen hatte, echt überrascht wie klein das Gerät ist. Allerdings trägt dies, wie das angenehme aber spürbare Gewicht, zum Wertigkeitsgefühl bei. Die gesamte Verpackung ist bei der normalen Apple Watch schlicht und sehr schick gehalten.

Pascal: Auf jeden Fall wow! Selten habe ich ein so simples und schlichtes Objekt gesehen. Es war fast wie Kunst. Das matte silberne Aluminiumgehäuse und das weiße Fluorelastomer Armband, fantastisch!

Christian: Okay, das deckt sich auch im Großen und Ganzen mit zahlreichen anderen First Looks im Netz. Wie war es beim Einrichten der Uhr – hattet ihr Probleme oder ist euch etwas positiv/ negativ aufgefallen?

Pascal: Probleme ganz und gar nicht, es war spielend einfach! Was anderes habe ich auch nicht erwartet. Besonders gut fand ich das einfache koppeln über die iPhone Kamera und der Watch App.

Lukas: Ja, genau. Den Einrichtungsvorgang hat Apple so gestaltet, dass man die Uhr, während sie einige Animationen abspielte, vor die Kamera des iPhones halten muss. Damit war die Uhr extrem schnell verbunden, vorausgesetzt man hatte Bluetooth aktiviert, was ich erst vergessen hatte. Auch der Eindruck beim Einrichten war also gut.IMG_1402

Christian: Eine Woche ist nicht allzu viel, zumal es ja eine Uhr ist, welche man vielleicht auch mehrere Jahre tragen soll, dennoch die Frage: Welche Funktionen und Apps nutzt ihr und welche überzeugen euch am meisten?

Lukas: Ja ich besitze die Uhr nun knapp eine Woche und ich kann Tim Cook’s Aussage bestätigen, dass jeder schnell persönliche “Lieblingsfeatures” finden wird. Ich für meinen Teil streiche auffallend oft nach oben um zu sehen, wie meine Fitnessringe stehen. Dies mag verrückt klingen, aber man versucht wirklich etwas aktiver zu sein, was durch ständige Benachrichtigungen und Tageszusammenfassungen gefördert wird.

Pascal: Ist bei mir ähnlich. Tatsächlich ist es die Apple eigene Fitnessapp, die ich am meisten und liebsten nutze. In Verbindung mit Health ist sie einfach unschlagbar. Die Watch misst die Aktivität penibel genau und liefert die Daten zuverlässig auf Watch und iPhone ab.

Lukas: Ansonsten bin ich überraschenderweise ziemlich begeistert von der scheinbar banalen Möglichkeit, SMS und Anrufe auf der Uhr zu tätigen und zu empfangen. Ich antworte auf alles fast immer auf der Uhr. In dem Zusammenhang kann ich auch Positives über die Diktierfunktion und Siri berichten, welche erstaunlich viel auf Lager haben und einen fast immer verstehen. Siri verwende ich nicht nur, um eine Nachricht zu senden sondern auch um jegliche Infos abzurufen. Lediglich das “Hey Siri” Feature funktioniert eher schlecht als recht. Richtige Apps habe ich auch installiert, sogar ein Spiel. Jedoch nutze ich Twitter und Co. lieber am iPhone als auf der Uhr. Die Ladezeiten und auch der geringe Platz stehen hier klar im Wege.

Christian: Gibt es weitere Erkenntnisse zu der Software? Arbeitet sie gut mit der Hardware zusammen (Digital Crown)? Und ist sie auch wirklich für Leute gedacht, die sonst nichts mit Technik am Hut haben?

Lukas: Zugegeben, die ersten ein bis zwei Tage waren etwas verwirrend, da man sich an das System gewöhnen musste. Für jemanden, der noch nie von der Uhr gehört hat, ist die Bedienung sicherlich schwer am Anfang und man müsste sich wohl einige Tage einleben. Für mich war es jedoch nach zwei Tagen kein Problem mehr und mittlerweile kenne ich das System in- und auswenig und bin zu einem Entschluss gekommen: Apple hat sich wirklich Gedanken gemacht.

Pascal: Um alle Kniffe der Watch perfekt beherrschen zu können, muss man sich meiner Meinung nach schon intensiv damit auseinandersetzen. Für mich wird es auch eine Weile dauern, bis ich alle Features raus habe. Dennoch ist die Nutzung der Watch OS, wie auch schon das iOS, für Jedermann geeignet und sehr einfach. Die Software und die Hardware sind perfekt aufeinander abgestimmt, alles reagiert wie es soll. Keine Abstürze, keine Hänger, alles läuft perfekt!

Lukas: Ja, absolut. Auch die Digital Crown ist perfekt ins System integriert und man verwendet sie ununterbrochen ohne es zu wissen. Auch der Force Touch ist eine gelungene Erfindung für so ein kleines Display.

Apple watch

Christian: Oft angepriesen, vor allem bei Android Wear, wird ja das Zeitsparen-Feature. Stimmt ihr dem zu, mehr Zeit zu sparen dank der Apple Watch oder macht es die Benutzung mit dem iPhone (iPad und Mac) einfach nur bequemer? Oder vielleicht etwas ganz anderes?

Lukas: Dass man mit einer Smartwatch Zeit spart ist meiner Meinung Schwachsinn. Im Gegenteil. Man beschäftigt sich eher mehr und schneller mit einer SMS oder einer Pushbenachrichtung. Allerdings habe ich mir die Apple Watch auch nicht geholt, weil für mich der Tag drei Sekunden zu kurz ist. Was ich aber bestätigten kann ist, dass es bequemer ist. Ich habe mein iPhone oft irgendwo zu Hause rumliegen und bekomme sogar im Garten alles mit. Das ist ein Mehrwert für mich, und sogar den iPhone Akku!

Pascal: Da muss ich dir teilweise widersprechen. Nicht immer das iPhone benutzen oder aus der Tasche holen zu müssen, dass ist schon schön und spart vielleicht ein bisschen Zeit. Vielmehr liebe ich aber einfach das Accessoire und das Gadget an sich. Es ist toll, wenn eine leichte Vibration am Handgelenk andeutet: Hey! du hast eine Nachricht!… und ich gleich alle wichtigen Infos am Handgelenk habe. Dass ich jetzt aber wertvolle Lebenszeit einspare, ist absolut nicht der Fall.

Christian: Die Besitzer des ersten iPhones wurden sicherlich oft angesprochen, was sie denn da für ein Mega-Gerät in den Händen halten. Was sind hier eure Erfahrungen mit der Apple Watch und den Leuten in eurer Umgebung?

Lukas: Klar wird man angesprochen. Schließlich haben die wenigsten eine Uhr am Arm, die man aufladen muss und mit der man telefonieren kann. Viele fragten dann, was die Uhr denn könne oder interessanterweise auch, ob man sie mal anrufen dürfte. Allerdings ist mir eine gemeinsame Sache aller Betrachter aufgefallen: Der erste Moment war wie bei mir “Wow”. Nicht nur sieht die Apple Watch unglaublich schön aus, sondern man bemerkt auch nicht sofort, dass es sich hierbei um einen Computer handelt.

Pascal: (Gelächter) Tatsächlich ist es einer der Dinge, warum ich meine Apple Watch liebe. Denn wenn du auf der Straße, im Restaurant und auf der Arbeit von fremden Menschen wegen deiner fabelhaften Uhr angesprochen wirst, ist das ein erhebendes Gefühl. Mit Stolz und Leidenschaft schwärme ich diesen Menschen vor, wie toll die Apple Watch ist. Man knüpft Kontakte und trifft genauso Technikfreaks und Applefreaks wie man selbst. Es vergeht kein Tag, an dem dies nicht so ist. Einfach toll, einer der ersten zu sein!

Christian: Grundidee des iPhones war einen iPod, einen Browser und ein Telefon in ein Gerät zu packen – und heute sind wir Dimensionen weiter. Denkt ihr, dass sich das auch bei der Apple Watch so (rasant) entwickeln wird? Und wenn ja, welche Szenarien könnt ihr euch vorstellen?

Lukas: Hmm… eine schwere Frage, die man eigentlich gar nicht beantworten kann. Wer hätte 2007 gedacht, dass man in ein paar Jahren auf seinem 6 Zoll Phablet 4K Videos aufnimmt, nachdem man gerade eine PowerPoint erstellt hatte.

Ich denke jedoch, dass die Apple Watch auf lange Sicht zentraler und eigenständiger wird. Für die 2. oder 3. Version wünsche ich mir aber einen GPS-Sensor, ein etwas helleres Display und Innovationen und Evolutionen, die Apple sich bestimmt schon überlegt hat, wir uns jedoch noch nicht vorstellen können.

Pascal: Es wird denke ich lange dauern, bis wir bei der Watch evolutionär weiterschreiten können. Momentan ist die Skepsis bei den meisten Menschen noch zu groß.

Christian: Da hast du Recht 😉

Pascal: Wenn sich Umgebung, Menschen und Unternehmen an die Apple Watch anpassen, können sich neue Möglichkeiten eröffnen. Hierzu spielen aber viele andere Konventionen eine große Rolle, auch der Datenschutz begrenzt viele Möglichkeiten. Es wird auch in Zukunft darauf ankommen, und das ist Apple bekannt, wie viel Qualität die Entwickler in ihre Apps stecken und welche Ideen sie haben. Das ist auch für die Watch das A und O. Deswegen ist es umso wichtiger, Entwickler zu fördern und ihnen mehr Freiheiten zu lassen.

Christian: Stimmt! Und um es in den Worten von Alex Olma zu sagen: Wettet wirklich noch jemand gegen diese Uhr?

Apple watch

Christian: Und nun die vielleicht wichtigste Frage: Hat sich der Kauf gelohnt? Braucht man die (erste Generation) der Apple Watch wirklich?

Pascal: Ganz objektiv betrachtet: es lohnt sich. Natürlich hat die Apple Watch viel mehr Potenzial, als sie momentan nutzt. Ich würde vielleicht nicht unbedingt die teure Smart Watch für 700 Euro aufwärts empfehlen, denn auch ich habe “nur” die 450 Euro Variante. Lieber gebe ich nicht so viel Geld aus und tausche die Uhr in wenigen Monaten/Jahren gegen die bessere Version aus, als gleich das teuerste Modell zu kaufen. Trotzdem sage ich jedem, der mich anhört: kauft euch die Apple Watch! Wer Apple mag, sein iPhone liebt, ein super Accessoire tragen und seinen Sport verändern will, ist dieses Gadget mehr als genial! Für alle anderen: kauft sie trotzdem, ihr werdet alle überrascht sein, was diese kleine Uhr alles kann!

Lukas: Um es kurz zu machen: Für mich hat sich der Kauf gelohnt. Für mich! Mich hat die Uhr überzeugt und ausschlaggebend für mich ist, ob ich sie tragen möchte. Und ja das möchte ich. Ich würde die Uhr auch vermissen, wenn ich sie nicht mehr hätte. Um es lang zu machen: Mit einem Tippen überall benachrichtigt zu werden, SMS und Anrufe tätigen zu können, schnell (mit Siri) an fast alle Informationen heran zu kommen, einen gefühlt aktiveren Tag zu leben, eine stylische Uhr zu haben und etwas, was vielleicht in 2-3 Jahren Mainstream werden könnte schon jetzt an der Hand zu tragen, ist für mich als Technik-Begeisterten definitiv eine tolle Sache.

Lukas: ABER: Braucht man die Apple Watch (jetzt schon)? Nein! Wenn man die Apple Watch jedoch hat, braucht man sie. Denn man denkt nicht darüber nach, ob man sie braucht, was daran liegt, dass man sie braucht, wenn man sie hat. Und zwar im Durchschnitt etwa 2-3 Stunden am Tag (Screen-On-Time). Der Akku hatte bei mir dann Abends auch immer noch zwischen 10-30%, bei recht starker Benutzung.

Lukas: Aber allen, die sich überlegen, jetzt eine Apple Watch zu kaufen, die man dann gerne 2-3 Jahre gut verwenden möchte, würde ich raten, auf die 2. oder 3. Version zu warten, die sicher mit tollen neuen Features, einem größeren Akku, vielleicht sogar einem anderem Design kommt und definitiv länger mit Software-Updates versorgt wird.

Wer sich Innovationen verweigert, kann sie nicht gestalten. Sachliche Analyse statt Schnappatmung. #AppleWatch

Let’s Talk Apple Watch: Ein (ausführliches) Zwischenfazit zur Smartwatch aus Cupertino
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