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Jabra Halo Smart: Kabelloser Musikgenuss mit kleinen Macken

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Jabra Halo Smart: Kabelloser Musikgenuss mit kleinen Macken
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Kurz nach dem Pressetermin von Jabra ist der neue Halo Smart in der Farbe schwarz bei uns eingetroffen, den wir auf Herz und Nieren testen konnten.

In der schicken Verpackung fanden wir neben dem Kopfhörer und diversen In-Ear-Aufsätze (vier Stück) noch das obligatorische Mikro-USB Kabel zum Aufladen und ein bisschen Papierkram.

Der Halo Smart ist schön verarbeitet. Das Nackenband lässt sich in der Mitte nicht biegen, sondern ist starr. Lediglich die äußeren Drittel lassen sich verbiegen und so den individuellen Bedürfnissen anpassen.
Das Nackenband wie auch die Ohrhörer sind insgesamt sehr leicht und beim Tragen kaum zu spüren. Ich selbst habe mit In-Ear-Kopfhörern häufig meine Probleme, der Halo Smart saß bei mir aber sehr gut und trug sich ausgesprochen angenehm. Auch längeres Tragen funktionierte gut. Dies ist natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass sich der Akku im Nackenband befindet und die Ohrhörer somit schmal ausfallen können.

Die verbauten Tasten sind gut zu erreichen. Leider muss man sich etwas durch die Kabel (welche zu den Ohren führen) schlängeln. Dies klappte die ersten Male nicht reibungslos und erfordert etwas Eingewöhnung. Siri, Lauter, Leise klappen perfekt. Aber die Multifunktionstaste (zwischen „+“ und „-“) trug anfangs zu Verwirrung bei: An sich ist sie zum pausieren der Musik zuständig, rief bei uns aber ab und zu die zuletzt gewählte Telefonnummer an. Dieses Problem tauchte später aber nicht mehr auf.

Probleme beim Koppeln

Die erste Verbindung mit einem iPhone klappte problemlos, aber als wir ein zweites Gerät koppeln wollten, standen wir vor einem Problem: wie funktioniert dies? Ok es gibt eine Kurz-Anleitung. Aber hier wurden wir zu unserem Erstaunen nicht fündig. Also los auf die Jabra Homepage. Aber dort haben wir im Zeitpunkt unseres Testes noch keine Bedienungsanleitung für den Halo Smart finden können. Das wird mit Verkaufsstart Ende Juli vermutlich anders sein. In einer anderen Anleitung sind wir dann fündig geworden: Den Halo Smart ausschalten und anschließend die Multifunktionstaste 5 Sekunden drücken.

Jabra Helo Smart Mikro-USB - A. Bergmann

Jabra Helo Smart Mikro-USB – A. Bergmann

Jabra bewirbt den Halo Smart als ständigen Begleiter für junge Leute, die viel unterwegs sind. Gemeint sind aber keine sportlich aktiven Kunden: Sobald ihr euch schneller bewegt (z.B. joggt) wippt das Nackenband im Tackt nach oben und unten und rutscht nach kurzer Zeit Richtung Rücken und fällt herunter (nur noch gehalten durch die Ohrhörer im Ohr). Das ist schade.

Langer Musikgenuss

Stattdessen bekommt ihr einen Traum von einem Akku. Jabra hält was sie versprechen. Der Akku ist nicht leer zu bekommen. Die angegebenen 17 bzw. 15 Stunden stimmen. Aufgeladen wird der Halo Smart einfach per Micro-USB, der Anschluss befindet sich am Nackenband. Schön ist ebenfalls, dass sich der aktuelle Akkustand am iPhone ablesen lässt (oben rechts neben der Akkuanzeige des iPhones und im Batterie-Widget).
Sehr gut gefallen haben uns die vielen Detaillösungen. So lassen sich die beiden Ohrhörer per Magnet am Nackenband befestigen und auch aneinander stecken. Sobald ihr einen Anruf erhaltet, wird dieser beim Trennen der Magnetverbindung automatisch angenommen und beim zusammenstecken getrennt. Musik lässt sich so ebenfalls starten bzw. pausieren.

Zudem ist im Nackenband ein Vibrationsmodul eingebaut. Dieses vibriert beim Einschalten und (sofern ihr die zugehörige Jabra-App installiert habt) wenn ihr Anrufe erhaltet.
Zudem werden Verschiedene Statusmeldungen über eine weibliche Stimme im Halo Smart angesagt (z.B. wenn eine Verbindung zu eurem Gerät aufgebaut wurde). Diese Stimme ist sehr angenehm, weder zu hoch noch zu laut.
Weiterhin lassen sich mit dem Halo Smart zwei Geräte gleichzeitig verbinden. Im Alltag eine sehr praktische Sache: so lassen sich z.B. iPhone und Mac oder iPhone und iPad parallel nutzen, ohne dass jedes Mal eine neue Kopplung gestartet werden muss. Etwas schwieriger gestaltet sich hingegen der Transport. Es gibt keine Möglichkeit den Halo Smart zu falten oder ähnliches. Leider legt Jabra auch keine Transporttasche oder -box bei. Durch die geschwungene Form des Nackenbandes braucht der Halo Smart in der Tasche recht viel Platz. Am einfachen und sichersten ist es, wenn ihr euch den Halo Smart einfach um den Hals hängt.

Hört sich gut an

Klanglich konnte der Halo Smart uns voll und ganz überzeugen. Mit seinen satten Bässen macht Musikhören eine menge Spaß. Auch Hörbücher sind klar und deutlich zu hören.
Der Aptx-Standard für hochauflösenden Sound wird aber leider nicht unterstützt.
Besonderen Wert legt Jabra darauf, dass der Halo Smart speziell zum Telefonieren optimiert wurde. Leider konnte uns dieses Feature nicht überzeugen. Zwar ist der Anrufer sehr klar und deutlich zu verstehen, aber leider verursachen die In-Ear-Kopfhörer bauartbedingt eine Menge „Nebengeräusche“ im Ohr. Man hört seine eigene Stimme hallend im Ohr (nicht durch die Kopfhörer an sich, aber durch das eigene Innenohr). Dies wäre vermutlich besser, wenn Jabra nicht auf In-Ear-Kopfhörer gesetzt hätte.
Auch das am Nackenband platzierte Mikrofon ist nicht perfekt. Der generelle Ton ist gut, aber sobald ihr euch bewegt und sich das Nackenband entsprechend mit bewegt, kommt es zu leichten Hintergrundgeräuschen.

Verfügbarkeit und Preis

Kaufen könnt ihr den Halo Smart in den Farben schwarz, rot und blau ab Ende Juli zu einer UVP von 89,99€.
Wer Wert auf ein kleines Packmaß legt oder einen sportgeeigneten Kopfhörer sucht, wird mit dem Jabra Rox Wireless besser bedient sein.
Aber wer diese Dinge verschmerzen kann und nur ab und zu telefoniert, sollte sich den Halo Smart anschauen. Uns jedenfalls hat er ansonsten sehr gut gefallen. Er bringt tollen Sound mit sich, die Verarbeitung ist Jabra-typisch ausgesprochen hochwertig.

Mit Material von Alexander Bergmann

Jabra Halo Smart: Kabelloser Musikgenuss mit kleinen Macken
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Sebastian
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Sebastian

Vielen Dank für den Testbericht. Ich benutze momentan die Philips BT SHB5900. Sie sind vom Aufbau her ähnlich, wie diese her. Hauptsächlich habe ich mir sie gekauft, weil sie nicht wie die anderen In- Ears extrem aus dem Ohr stehen und schön diskret sind. Sie kommen dabei ohne irgendwelche lächerliche Ohrmuschel- Bügel oder „Haken“ aus, weil sie eben leicht sind. Einzig bei den o.g. Philips stört mich, dass die beiden Kabel etwas zu kurz geraten sind. Sie hätten locker 2-3 cm mehr vertragen können, aber vielleicht habe ich auch einen extremen Hals und weiss es bloss noch nicht. Auf den… Weiterlesen »

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