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Google Loon: Internet für Alle

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Google Loon: Internet für Alle
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In Deutschland ist die Problematik nicht ganz so zerfahren wie in anderen Ländern auf anderen Kontinenten. Während die deutsche Bevölkerung über sehr gute Mobilfunk- und DSL-Netze verfügt sieht das in großen Teilen Afrikas, einzelnen Farmen in den Staaten oder Australien oder sogar in sehr hoch gelegenen Bergregionen eher schlecht aus.

Die Lösung.

Der Internetriese Google will nun auch diese Lücke schließen. Mit dem Projekt „Loon for all“ (dt. „Ballon für alle“) versucht der Gigant nun auch die letzten Menschen ohne Internetzugang mit flüssigem Netz zu versorgen.

Dazu hat der Konzern ein Projekt gestartet um mit Luftballons in die entlegensten Regionen zu gelangen.

Die Idee.

Da mittels unterirdischer Leitungen nur sehr kostspielig und aufwändig eine Netzstruktur erstellt werden kann, wählt Google den Luftraum. Genauer genommen die Stratosphäre, die sich knapp 20 Kilometer über der Erdoberfläche befindet.

Die dortigen Luftströme werden für die Bewegung der Ballons genutzt und der Ballon so durch entsprechende Algorithmen im System durch auf- und absteuern in gewünschte Richtungen gelenkt.

Der Ballon.

Der Ballon an sich besteht aus großen Stücken aus Polyethylen-Plastik.

Polyethylen ist ein chemisch kaum angreifbarer, formbarer aber fast unzerbrechlicher Kunststoff.

Quelle: Apple Lexikon

Mittels dieser Eigenschaften ist Polyethylen ideal für diesen Gebrauch geeignet.

Der Ballon an sich umfasst einen Durchmesser von 15 Metern und eine Höhe von 12 Metern – ist damit nicht besonders klein. Beim Start wird, wie bei gewöhnlichen Heißluftballons, das Innere mit Gas gefüllt und der Ballon zum aufsteigen gebracht. Um den Ballon zu senken wird das Gas einfach entlassen.

Für den Fall, dass sich Probleme in höchster Höhe ergeben und es zu Komplikationen kommen soll, hängt ein entsprechender Fallschirm bereit, der bei Bedarf ausgelöst wird.

Google Loon Ballon

Mobiles Internet.

An jedem Ballon hängt eine Art Box um die eigentliche Arbeit zu verrichten. Diese Box ist gefüllt mit der notwendigen Elektronik um die Umgebung mit LTE zu versorgen. Darüber hinaus sind Lithium-Ionen-Akkus verbaut um die Energie zu speichern, welche die äußeren Solarpanels über das Sonnenlicht abgeben. So kann der Ballon auch nachts aktiv sein.

Google Loon Ballon Solar

Projektbeginn.

Bereits im Juni 2013 startete Google einen Testversuch mittels eines Pilotprojektes. Dabei wurden einige Ballons auf die gewünschte Höhe gebracht um von dort einen flüssigen Internetzugang an einige Testpersonen zu liefern.

Der Testlauf verlief erfolgreich. Mittlerweile kann Google täglich neue Ballons entsenden.

Fazit.

Pro.

Für das Projekt spricht deutlich, dass damit leicht viele Menschen mit einem stabilen und flüssigen Internetzugang versorgt werden. Neben der steigenden Lebensqualität, die Google verspricht ist mit Sicherheit eine bessere Versorgung gewährleistet.

Besonders stark dürfte auch der Bildungssektor davon zu profitieren. „Fernstudien“ sind für bildungsschwache Länder eine gute Option – vorausgesetzt man verfügt über Laptops, Tablet etc.

 

Contra.

Kritisch ist das Projekt deshalb zu sehen weil diese Ballons irgendwann zu einer Belastung werden könnten? Defekte Ballons könnten möglicherweise den Luftverkehr behindern und irgendwie ist mir persönlich auch nicht wohl dabei, dass sich haufenweise selbständige Flugkörper nicht unweit über mir befinden.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erscheint dieses Projekt ebenfalls ein wenig kritisch. Durch diese „Lufttechnik“ hätte Google quasi ein weltweites Monopol. Angenommen man würde global auf die Ballontechnik umsteigen – sofern das Projekt natürlich gereift ist – hätte Google die Stratosphäre quasi für sich gepachtet und damit eine ungeheure Marktmacht.

Abgesehen von der Möglichkeit zur Preisdiskriminierung könnte Google nicht-zahlenden Kunden den Lebensstandard drastisch reduzieren.

Im Schatten der Spionageaffäre werden durch diese Ballons ebenfalls neue Möglichkeiten geöffnet gezielter Daten abzugreifen, was ebenfalls einen diskutablen Gesichtspunkt darstellt.

Und wenn wir ganz ehrlich sind…

… hat das Internet zwar unsere Lebensweise revolutioniert, doch ob wir dadurch wirklich glücklicher geworden sind ist fraglich. Vielmehr raubt es uns die ohnehin schon geringe Zeit. Die soziale Gemeinschaft hat drastisch gelitten und neue Abhängigkeiten wie Pornografie und Spielsucht wurden intensiviert.

Der Rückgang jedoch ist zweifelsohne nicht möglich. Zwar wurde uns durch das Internet vieles leichter gemacht – keine Frage! Aber sind wir wirklich glücklicher?


 

Könntet ihr ohne das Internet? Wenn ja, wie lange? Ich vermutlich nur wenige Wochen.

 

via

Google Loon: Internet für Alle
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TheWhiteDiverSekkoFe_lix99 Letzte Kommentartoren
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TheWhiteDiver
Gast
TheWhiteDiver

Übersetzungsfehler (loon = ‚allong, nicht Ballon) und fachliche Fehler (Heissluftballon mit Gas?! Ähh nich wirklich, dort ist HEIßE LUFT drin (Luft ist zwar auch ein Gasgemisch, aber in dem Zusammenhang ist Gas falsch)) Bitte überarbeiten!

Sekko
Gast
Sekko

Internet für alle die es nicht haben oder haben können ist es zwar eine schöne Idee, aber wievielte Menschen in den Regionen (falls ärmilich) können sich Internet leisten bzw ein Endgeräte?

Fe_lix99
Gast
Fe_lix99

Ja Google könnte alles und jeden über wachen! Und was ist mit Netzneutralität? Mit ist sowas heute nicht mehr geheuer wir steuern da in eine gefährliche Richtung!

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